Ein bedeutendes Ensemble entsteht

In Bad Kreuznach entstehen Bürogebäude sowie Handelsflächen und Wohnungen auf einem innerstädtischen Areal. Eine lange Planungsgeschichte wird zu Ende gebracht.

Die Volksbank Rhein-Nahe-Hunsrück plante vor einigen Jahren einen Neubau ihres Verwaltungssitzes und im Zuge dessen ein ganzes innerstädtisches Quartier mit einer überdachten Fußgängerzone. Die Platzverhältnisse hätten es notwendig gemacht, bestehende Gebäude teilweise zu verlegen - etwa eine Turnhalle und einen Teil des benachbarten Kaufhof-Parkhauses. Ein Aufwand, der die Gremien der Stadt aufhorchen ließ und die Volksbank dazu bewegt, von diesen Planungen wieder abzurücken.

In etwas kleinerem Maßstab und mit weniger Auswirkungen auf die Nachbarschaft geht das Projekt nun mit großen Schritten seiner Realisierung in der Salinenstraße zwischen Klostergasse und Schlossstraße entgegen. Auch in der Schlossstraße wird gebaut werden. 

Was soll nun Zug um Zug realisiert werden? Nach zwei Neubauten der Volksbank - das Verwaltungsgebäude mit Hauptfiliale sowie ein zusätzliches angegliedertes Bürogebäude - an der Ecke Klostergasse/Salinenstraße wird ein weiterer Bauabschnitt realisiert, der vier Hauseinheiten mit fünf Geschossen über einem durchgehenden Erdgeschoss vorsieht. Die noch stehenden Wohngebäude wurden von der Volksbank schon vor Jahren gekauft und werden für den Neubau abgerissen. 

Die neue Bebauung wird im Erdgeschoss diverse Geschäfte aufnehmen. Geplant ist ein Aldi mit 1.200 Quadratmetern, ein weiterer Fachmarkt mit 800 Quadratmetern, eine Bäckerei mit Café wird das Angebot abrunden. Es wird Tiefgaragen für etwa 250 Autos geben, die sowohl von der Salinenstraße als auch von der Schlossstraße her anzufahren sind. Außerdem gibt es entlang der alten Stadtmauer knapp 60 zusätzliche Parkplätze.

Von Seiten der Stadt wird positiv gesehen, dass die Neubebauung nicht nur dem Kommerz dienen, sondern auch Menschen Raum zum Wohnen geben wird. 

Für den städtebaulich interessanten Entwurf ist das Wuppertaler Architekturbüro Rathke Architekten BDA verantwortlich.

Nach den Bürogebäuden mit ihren klaren Fassaden entstehen im letzten Bauabschnitt vier Gebäude, die bis auf das Erdgeschoss separat aufgestellt werden – das heißt, es gibt keinen einförmigen Betonblock, sondern die Architektur lässt Blicklücken. Die Gebäude sind auch nicht mit ausschließlich geraden Wänden geplant, sondern mit leichten Wölbungen und kurvigen Ecken. 

Hinter den Neubauten in der Salinenstraße wird ein Fußweg an der Stadtmauer entlangführen. Er verbindet dann die Gymnasialstraße mit der Salinenstraße. So können traditionelle Wegverbindungen auch nach dieser großflächigen Umgestaltung genutzt werden.